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Coaching oder PIDP?

Was ist der Unterschied zwischen Coaching und PIDP?

Wer Coaching nicht kennt, wird zwischen Coaching und PIDP zunächst keinen Unterschied erkennen. Allerdings ist die Überraschung groß wenn man erfährt, welche Auswirkungen der PIDP prognostiziert. Unsere Klienten berichten aktuell im Rückblick über Auswirkungen von zwei bis zehn Jahren und erlebten eine Beschleunigung ihrer Identitätsentwicklung auf bis zu zwei Jahre. Das bedeutet, dass sie das Gefühl haben, dass ihnen die zwei Tage PIDP zwei Jahre natürlicher Identitätsentwicklung verdichtet und beschleunigt haben. Einige Kunden mit Coaching-Erfahrung sagen, dass Sie mit Coaching nicht so schnell dorthin gekommen wären, wo sie heute sind.

Coaching oder PIDP? – Die eierlegende Wollmilchsau und der PIDP-Begleiter

Im Herbst 2012 rief uns ein Kunde an und sagte „Sie haben mit dem PIDP die eierlegende Wollmilchsau erfunden, haben Sie überhaupt noch Termine frei?“ – Wir haben, denn der PIDP ist noch nicht so weit von uns bekannt gemacht und wir sind aktuell fünf PIDP-Begleiter, die sich bei Terminengpässen gegenseitig unterstützen. Wir nennen uns PIDP-Begleiter, weil wir während des PIDPs fast nicht coachen, obwohl wir alle ausgebildete Coaches sind und außerhalb von PIDPs Klienten auch coachen. Wir begleiten den Kunden durch seinen Personal Identity Development Process – PIDP, d.h. der Kunde oder Klient geht durch den Prozess und wir unterstützen ihn auf seinem Weg. Dabei sind wir hauptsächlich methodische Begleiter sowie sehr aufmerksame Zuhörer und Zuschauer. Als PIDP-Begleiter nennen wir uns auch manchmal Identity-Coaches. Als Identity-Coach sind wir aufmerksam in Bezug auf alle Signale und Informationen des Klienten, die mit der Identität, Authentizität und Persönlichkeit des Klienten zu tun haben. Ein Methodenspektrum, welches die natürliche (im normalen Leben, außerhalb des PIDPs) Identitätsarbeit simuliert und verdichtet, unterstützt den Prozess. Dafür sind alle PIDP-Begleiter ausgebildet. Wir vermeiden in diesem Prozess die inhaltliche Beeinflussung des Klienten sowie die Beratung. Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung kann jeder in vielen Situationen gebrauchen, genauso wie Zukunftsklärung, Klärung des persönlichen inneren Antriebs oder einer Lebensplanung. Die Anwendungsmöglichkeiten des PIDPs sind so vielfältig und die Arbeit auf der Persönlichkeitsebene und auf der Identitätsebene ist so wirkungsstark, dass man den PIDP durchaus als eierlegende Wollmilchsau bezeichnen kann.

Coaching oder PIDP? – der Coaching-Klient und der PIDP-Klient

Beim Coaching ist der Klient für das Ergebnis seines Coachingprozesses selbst verantwortlich. Er kommt mit einer selbstverantworteten Coaching-Ausgangsfrage oder mit Coaching-Zielen. Ein Coachingprozess dauert in der Regel 60 bis 120 min. Halbe Tage sind dabei workshopähnlicher, die 60 bis 120 min entsprechend intensiver. Coaching ist kein geschützter Begriff, daher führen auch Berater oder Consultants Coaches diese Methode durch. Auch Führungskräfte verstehen sich als Coach. Der Coaching-Klient kommt in der Regel mit einer bestimmten Fragestellung, einem Problem oder einem bestimmten Ziel zu seinem Coachingtermin oder zu seiner Terminserie. Dabei gibt es Klienten, die nur eine bestimmte Problemlösung anstreben und dann erst wieder kommen, wenn sie wieder „Probleme“ haben (Entscheidungscoaching, Problemlösungscoaching) und es gibt andere Klienten, die sich über Monate oder Jahre von ihrem Coach begleiten lassen, um auf dem Erfolgspfad zu bleiben (z.B. Entwicklungscoaching, Leadershipcoaching). Die Ersteren kontaktieren ihren Coach, wie sie z.B. zum Arzt gehen, die Letzteren nutzen ihren Coach als Katalysator, der sie erfolgreich macht oder auf dem Erfolgspfad hält (Personal Coach). Ob Business Coaching oder privates Coaching spielt hierbei keine Rolle.

Derselbe Klient der sich durch Coaching begleiten lässt oder nach einer Problemlösung sucht, könnte parallel dazu unabhängig von seinem Coachingprozess auch für sich selbst einen PIDP buchen. Der PIDP hat andere, größere, ganzheitlichere Fragestellungen als ein Coaching. Wobei wir hier zwei Gruppen von PIDP-Kunden unterscheiden:

Die einen haben bereits eine Mission und leben diese und

  • wünschen sich mehr Performance in der Umsetzung ihrer Ziele,
  • wollen ihre gespürte persönliche Mission klären und auf dem Punkt bringen,
  • möchten mehr Klarheit für ihre Ziele/Visionen und den Weg zur Umsetzung dorthin,
  • benötigen Unterstützung bei Lebensentscheidungen und Weichenstellungen,
  • wollen in neuen Lebensphasen scheinbar unvereinbare Vorstellungen zusammenbringen,
  • wünschen eine Überprüfung und/oder Anpassung Ihres Wertesystems,
  • möchten Ihren Weg zur Verwirklichung ihrer Zukunftsvorstellung optimieren und/oder
  • brauchen eine Art Feintuning für die Verwirklichung ihrer Lebensvorstellung.

die anderen

  • möchten (wieder) dauerhaft motiviert sein,
  • sind auf der Suche nach ihrem persönlichen Sinn und ihrer persönlichen Mission.
  • Sie suchen nach einer neuen oder anderen oder nach ihrer persönlichen Identität.
  • Sie wollen ihre persönliche Identität proaktiv entwickeln.
  • Sie wollen ein Leben führen, das ihren Stärken und ihrer inneren Motivation gerecht wird.
  • Sie möchten Ihre Persönlichkeit, ihre Ausstrahlung, ihre inneren Überzeugungen authentisch verbinden und damit eine energievolle, überzeugende Authentität und Ausstrahlung erlangen.
  • Sie wollen ihr persönliches Leben oder ihre Zielvorstellungen vom Leben klären und ihr persönliches Leben leben und verwirklichen.

Für die erste Gruppe ändert sich durch den PIDP meist ihr persönliches Leben. Für die zweite Gruppe ändert sich durch den PIDP meist die Art ihres Lebens, ihre Energie, Fokussierung, Motivation und Klarheit.

Derartige Ziele sind mit „normalem“ Coaching nicht in so kurzer Zeit, nicht so nachhaltig und stabil erreichbar – mit dem PIDP jedoch schon. Wer die persönliche Identität eigenmotiviert formen möchte, hat nicht nur einen anderen Anspruch an den Prozess, sondern lässt sich, mit entsprechender Vorbereitung, auch auf andere Methoden ein als beim Coaching.

Wie auch beim Coaching muss der PIDP-Klient für persönliche Veränderungen bereit sein. Je mehr der Klient persönliche Veränderungen will und aktiv daran mitarbeitet, desto erfolgreicher kann ein Coaching sein. Ein PIDP jedoch kann ohne die aktive Arbeit des Klienten nicht erfolgreich sein. In den zwei Tagen des PIDPs arbeitet der Klient ausschließlich selbst an sich, reflektiert, spürt nach, verändert probeweise, spürt nach, hört sich an, optimiert, verändert wieder, überprüft usw. Die PIDP-Begleiter ist dabei das Werkzeug des Klienten und beide, der PIDP-Klient und der PIDP-Begleiter haben ein Ziel: das definierte Ziel des Klienten auf den Ebenen „Persönlichkeit“ und „Identität“ zu erreichen .

Ohne die methodische Einführung durch den PIDP-Begleiter in diesen Prozess sowie dessen Grundhaltung, würde diese innere, selbstverantwortete Arbeit für den Klienten gar nicht möglich sein. Es verbietet sich als Coach aktiv und ungefragt die Identität des Klienten zu verändern, zu beeinflussen oder zu gestalten. Auch der PIDP-Begleiter geht mit Respekt an die Identität des Klienten heran und wird diese nicht beeinflussen und gestalten, aber er unterstützt den PIDP-Klienten dabei, dass dieser es schafft, sich selbst zu verändern und zu gestalten ohne die inhaltliche Beeinflussung von außen.

Ausbildung zum Coach als Voraussetzung zur PIDP-Begleiter Ausbildung

Wer die Ausbildung zum PIDP-Begleiter macht, ist bereits Coach oder Therapeut, denn der PIDP ist eine Weiterentwicklung vom Coaching. Nur bereits ausgebildete Coaches und Therapeuten mit systemischer Denk- und Arbeitsweise werden zur Ausbildung zugelassen, denn auf diese Erfahrung wird bei der PIDP-Ausbildung aufgebaut. Als eine der Voraussetzungen gilt: der auszubildende PIDP-Begleiter bringt bereits eine systemische Denk- und Arbeitsweise mit und besitzt die Fähigkeit zur Gestaltwahrnehmung.

Der PIDP basiert philosophisch (und zu geringem Teil methodisch) auf den folgenden psychologischen und therapeutischen Methodenrahmen:

Auch Hans-Peter Wellke hat viele Jahre Identitätsentwicklungsprozesse von Einzelpersonen und Teams begleitet und gefördert und seine Erkenntnisse in den Prozess einfließen lassen. Seine Erkenntnisse über Wirkung, Auswirkung und Erkennen einer persönlichen Mission runden den Methodenraum ab. Gleichzeitig stehen allen PIDP-Begleitern deren eigene Methoden zur Anwendung im PIDP offen, weil personenindividuelle Gestalt-Quality-Gates, sowie die geschulte Aufmerksamkeit der PIDP-Begleiter neben deren eigenen Methoden den PIDP-Prozess im wesentlichen beeinflussen.

All diese Methoden münden in bestimmten PIDP-Fragestellungen und der methodischen Unterstützung des Klienten bei seiner persönlichen, methodisch gestützten inneren Arbeit. Dabei lässt der PIDP-Begleiter Verantwortung  an die Klienten los, begleitet behutsam sowie bestimmt und lenkt die Aufmerksamkeit des Klienten immer wieder auf Aspekte von dessen Selbst.

Im Coachingprozess, im PIDP und im Klientenalltag, wird der Klient sich selbst immer wieder sog. „Limiting Beliefs“ gewahr (blockierende und limitierende Glaubenssätze, innere Hürden, Blockaden, Ängste, Befürchtungen). Hans-Peter Wellke hat eine Methode entwickelt, wie der Klient diese einfach und logisch selbstständig lösen kann. Dazu stehen dem Klienten im PIDP ein Lösungsrahmen zur Verfügung und er erfährt gleichzeitig einen sehr konstruktiven, selbstbestimmten Umgang mit Limiting Beliefs. Dabei nimmt er Limiting Beliefs als persönliche Ressource war und nutzt die darin enthaltenen Informationen für sich lösungsorientiert. Das in der eigens für den PIDP entwickelten Methode weder Interpretationen noch tiefgreifende Seelenbohrung notwendig sind, beschleunigt und vereinfacht den Personal Identity Development Process (PIDP).

Unterschied zwischen Coaching und PIDP

PIDP und Coaching unterscheiden sich

  • in der Intensität,
  • in der Art der Vorbereitung des Klienten auf den Prozess,
  • in der Selbstverantwortung des Klienten,
  • in der Aufmerksamkeit des PIDP-Begleiters auf bestimmte Aspekte der Persönlichkeit und der Identität,
  • im methodischen Umgang mit Limiting Beliefs,
  • in der Intensität der inneren Arbeit,
  • in der interpretationsfreien, ganzheitlichen Betrachtung des Klienten, seiner Identität(en) und Persönlichkeit,
  • in den verwendeten Methoden. Im PIDP-Prozess werden, abgesehen von der Zuhör-und Kommunikationstechnik Clean Language & Symbolic Modelling, Coaching-Methoden kaum benötigt und eingesetzt und sind mit eingebundenen Kurz-Coaching-Einheiten zu Sonderthemen eher die Ausnahme als die Regel.
  • in den langjährigen, stabilen Auswirkungen, wie sie nach dem PIDP erkennbar sind.

Coaching oder PIDP – Resümee

Trotz aller Unterschiede zwischen Coaching und PIDP: Für jemanden, der kein Fachmann im Bereich Coaching ist, kann man den PIDP unter der Überschrift „intensives Zwei-Tages-Coaching“ sehen. Ob wir einen Klienten mit Coaching oder im PIDP begleiten, spielt auch für uns als Coaches oder PIDP-Begleiter keine Rolle, denn wir achten sehr darauf, im Vorfeld herauszufinden, was das richtige Format für den Klienten ist. Schließlich möchte der Klient seine persönlichen Ziele erreichen und wir uns sicher sein, dass dieser mit uns auch seine gesetzten Ziele zu erreichen vermag. Da mag manchmal ein Coaching-Format passen und manchmal ein PIDP. Auch unterscheiden viele Personalentwickler im Sinne des Klienten nicht zwischen den unterstützenden Formaten der Persönlichkeitsentwicklung und nennen alles „Coaching“, egal ob es sich hierbei um einen Coaching-Prozess, ein Personality Coaching oder um einen Identitätsentwicklungsprozess handelt wie dem Personal Identity Development Prozess – PIDP.

Trotz der starken und nachhaltigen Wirkung des PIDPs sind weder der PIDP noch Coaching eine Therapie und ersetzen diese auch keine Psychotherapie.

Wir als PIDP-Begleiter wissen: nicht jeder möchte gleich sein Leben verändern, manche wollen auch nur an ein paar Stellschrauben an sich drehen. Auch der methodische Rahmen muss in richtiger Relation zur aktuellen Entwicklungssituation des Klienten sowie dessen Zielen stehen. Wichtig ist es für uns als Coaches und PIDP-Begleiter, das mit unserem Klienten herauszufinden und diesem die entsprechende methodische Plattform anzubieten.

Am Ende entscheidet der Kunde was er will, was er braucht und was ihm gut tut. Denn: der Kunde ist kundig!

Autor dieses Artikels:

Hans-Peter Wellke, Sulzberg im Allgäu
www.SourceOfPerformance.de
www.partner-PE.de
http://blog.wellke.de
www.CleanLanguage.de
Kontakt: Tel. 08376-921744

Hans-Peter Wellke und sein Team unterstützen Menschen mit dem zweitägigen PIDP-Personal Identity Development Process dabei,  Klarheit für ihr Leben zu gewinnen und die persönliche Identität proaktiv auszugestalten. Ein wichtiger Aspekt des PIDPs ist die pragmatische Umsetzungs- und Zukunftsorientierung.

Dieser Artikel wird immer wieder verändert, ergänzt und weiterentwickelt.

Bild-Quellenangabe:

Das Artikelbild ist von Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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