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Persönliche Mission finden

Mission Statements

Finden Sie Ihre persönliche Mission, Ihren inneren Auftrag. Jeder hat eine persönliche Mission. Die persönliche Mission wirkt sich im Alltag aus. Wenn Sie Ihre persönliche Mission kennen, bringen Sie Ihre Energie auf den Punkt. In Unternehmen treffen viele unterschiedliche Missionen zusammen. Bei entsprechender Personalauswahl oder nach Teamidentitätsprozessen wie dem Corporate Identity Development Process (CIDP) sind diese ähnlich. Bestenfalls wirken sie in eine Richtung. In diesem Artikel „die Persönliche Mission finden“ werden verschiedene Aspekte der Mission beschrieben, etwa Mission Statements in Unternehmen, persönliche Mission Statements,  Mission & Berufung, das Finden von Mission Statements, Mission & ihre Wirkung, Gefahr der persönlichen Mission für Unternehmen, die Beziehung von Mission zur Identitätsentwicklung sowie die Geburt der Mission und ihre Wirkung.

Mission Statements in Firmen

Mission Statements sind immer mehr gefragt. Es ist modern eine Mission auf seiner Unternehmenswebseite stehen zu haben, denn diese transportiert hoch aufgeladene Information über das Unternehmen in einem Satz. Kurze und knappe Mission Statements wirken energetisch, sind in irgendeiner Form „sexy“, modern, trendy und notwendig. Die meisten Mission Statements werden werbewirksam eingesetzt und sind als Slogan mit dem sogenannten „Markenkern“ verknüpft. Sowohl in der Formulierung der Mission Statements als auch in der Art und Weise, wie das Mission Statement entwickelt wird gibt es große Qualitätsunterschiede.*

Wörtlich heißt „Mission“ „Auftrag“ und so ist es nicht verwunderlich, wenn viele Mission Statements eigentlich den Geschäftsauftrag des Unternehmens transportieren. Mission Statements dieser Art sind oft wenig emotional. „Wir sind ein Lampenhersteller“ oder „Wir stellen innovative Medizintechnik her“. Letztendlich geht es hier um die Identitätsfrage „Wer sind wir“ und „Wie grenzen wir uns von anderen ab“.  „Identität“ ist hier eine Frage der entsprechenden Zuordnung und Abgrenzung zum Markt bzw. es geht hier um Positionierung in Relation zum Wettbewerber und Kundenmarkt.

Ansprechender werden Mission Statements, wenn sie Auswirkungen auf die Welt mit transportieren „Wir bringen die Welt zum Leuchten“ (als Lampenhersteller) oder „Wir machen Augsburg gesünder“ (als Augsburger Bio-Feinkostladen). Diese Mission Statements wirken dann emotionaler und lösen positive Resonanz aus. Der sog. „Geschäftsauftrag“ wird dann separat dargestellt.

Das Wort „Mission“ weckt im deutschen Sprachraum oft negative Assoziationen, weil es zu sehr an frühere oder aktuelle missionarische Aktivitäten kirchlicher Glaubensgemeinschaften erinnert, die Werte verbreiten wollen/wollten oder ihre Kirchengemeinden bzw. Glaubensgemeinschaften vergrößern wollen/wollten.

Als „Mission based“ gelten im angloamerikanischen Sprachraum alle nicht auf Gewinn ausgerichteten, gemeinnützigen Unternehmen. Unternehmen haben daher stets zwei Arten von Missionen: einen inneren und einen äußeren Auftrag. Denn non-profit orientierte Missionen reichen profitorientierten Firmen nicht aus, sie wollen und sie müssen auch Gewinne machen.

Eine Mission zu haben, ist sinnstiftend. Eine gemeinsame Mission zu haben ist identiätsstiftend. Unternehmensgründer haben oftmals eine persönliche Mission, Visionen und persönliche Überzeugungen, die auch andere Menschen anziehend und attraktiv finden. Sie haben dann gemeinsam geteilte Motive und sind entsprechend motiviert, das Unternehmen zu entwickeln und zu gestalten. Die Unternehmensgründer versammeln dann Menschen um sich, die das gleiche glauben, die die gleiche Grundhaltung haben, die gleichen Werte vertreten und/oder das gleiche Anliegen haben. Unternehmen mit Mission „glauben an etwas“. Diese Gemeinsamkeit wandelt sich mit der Zeit und benötigt dann eine Aktualisierung. Manchmal geht die Mission auch auf dem Weg des Wachstums oder durch sich verändernde Rahmenbedingungen verloren. Dann bedeutet das Finden einer oder neu formulieren eines „Mission Statements“ für das Unternehmen und seinen Mitgestaltern; einen neuen identitätsstiftenden Sinn nach innen und außen erhalten.

In der werbetechnischen Wirkung der generierten Mission Statements gibt es große Unterschiede. Gut formulierte Mission Statements binden die Energie des Kunden, der Mitarbeiter, der Lieferanten und der Geschäftsleitung gleichermaßen mit ein. Wenn alle Beteiligten beim Lesen des Mission Statements gleichermaßen Resonanz erleben, sind alle bereit, sich für die Firma, die Marke oder das Produkt energievoll mit einzusetzen. Gute formulierte Mission Statements sind also mehr als nur der auf den Punkt gebrachte Geschäftsauftrag.

Persönliche Mission Statements

Aber auch Einzelpersonen haben eine persönliche Mission, einen inneren Auftrag, eine aus sich heraus formulierte Berufung, ein Motiv ihres persönlichen Arbeitseinsatzes und für ihr Leben. Daher rührt die Quelle ihrer Inspiration, die Quelle ihrer Energie, die Quelle ihrer Motivation. Tief im Körper (einige formulieren auch „in meinem Herzen“), liegt der Ursprung dieser Energiequellen. Viele Menschen sind auf der Suche nach  „dem persönlichen Sinn des Lebens“, nach für Sie „sinnvoller Arbeit“. Sie wünschen sich, ihren „inneren Kern“ zu ergründen und zu verstehen.

Mission Statements, die diese innere Energie aktivieren und die an die Quelle persönlicher Motive (Motivation) anknüpfen, haben in erster Linie Resonanz bei der Person, die ihre ureigene innere Mission findet (Anm.: Hier ist „Resonanz“ wörtlich gemeint: „re-sonore“, „zurück-tönen“). Immer wenn die Person an ihre Mission denkt, oder ihr Mission Statement liest, erfährt sie immer genau den gleichen Energieschub und die Antwort auf die Fragen „Wozu mache ich das eigentlich?“, „Was treibt mich morgens aus dem Bett?“ oder „Wozu das alles?“.

Der Moment, in dem jemand seine persönliche Mission findet ist für alle Beteiligten sehr bewegend. „Jetzt weiß ich, wozu ich das alles gemacht habe“, „Jetzt gibt alles einen Sinn“, „Dafür habe ich mein Leben lang gekämpft“ oder „Jetzt habe ich den Punkt gefunden, warum ich etwas mache“. Manche werden in diesem Moment sehr still, andere fangen an zu strahlen, dem einen oder anderen rinnen eine oder mehrere Tränen die Wange herunter. Was alle gemeinsam auszeichnet ist eine unglaubliche Energie und Lebenslust, diese persönliche Mission möglichst sofort und ganz umzusetzen.

Einige dieser Art persönlicher Mission Statements lesen sich für den Außenstehenden wie „langweilige Mission Statements wie viele andere auch“, andere sind poetisch, rhythmisch oder schlagwortartig. Das wichtigste Merkmal ist die Resonanz, die das Statement beim Eigentümer/der Eigentümerin auslöst, die Ruhe und Zentriertheit, die Klarheit, die Energie, die innere/äußere Haltung und/oder das Strahlen in den Augen. Für den Außenstehenden wirken die Statements manchmal ansprechend, oft aber auch langweilig und banal. Aber das ist nicht der wichtige Maßstab. Für den der seine persönliche Mission leben möchte, gibt das Mission Statement stabil über Jahre hinweg täglich Orientierung und liefert ihm oder ihr Energie.**

Ein Mission Statement muss aber nicht über Jahre unverändert bleiben. Persönliche Mission Statements unterliegen dem Wandel der Zeit. Sie können sich nuanciert verändern oder plötzlich eine komplette Kehrtwendung erfahren. Der Mensch reift mit seinem Leben und so gibt es den einen oder anderen, dessen persönliche Mission auch mit ihm mit reift.

Mission und Berufung

Manche Mission Statements sind eng mit beruflichen oder persönlichen Anliegen verknüpft. Dann bringen Sie die innere Berufung auf den Punkt. Dieser „innere Ruf“ muss gehört und gespürt werden. Da dieser oftmals auch lebensverändernd ist, weichen viele diesem Ruf so lange aus, bis sie reif genug sind, mutig genug sind oder die notwendigen Ressourcen gesammelt haben, dem inneren Ruf (oder „eigenen Gespür“, „Stimme des Herzens“, „dem inneren Kern“, „der inneren Überzeugung“) folgen zu können. Wir wissen und erleben täglich, wie positiv verändernd es für den Menschen ist, auf sich selbst zu hören und sich selbst wahrzunehmen, was er/sie wirklich will im Leben – und dann sein Leben danach auszurichteten.

Persönliche Mission als Gefahr?

Was passiert nun wenn jemand seine persönliche Mission findet und diese nicht zum Unternehmen, zur Abteilung oder zur aktuellen Arbeitsaufgabe passt? Dann wird der Betroffene sein Leben und sein Arbeitsumfeld versuchen zu beeinflussen. Wenn das nicht geht, kann dies auch zum Arbeitgeberwechsel führen. Stellt also das Finden der persönlichen Mission eine Gefahr dar? Das kommt auf die Sichtweise an.

Die Sehnsucht des Menschen etwas Sinnvolles zu tun bzw. „sein Ding“ zu tun, wirkt sich sowieso im Arbeitsalltag aus. Die Mission wirkt also auch dann, wenn man sie nicht kennt. Lebt man an seiner persönlichen Mission vorbei, weil er oder sie im persönlichen bzw. im betrieblichen Umfeld keinen Raum hat, seine oder ihre persönliche Mission zu leben, führt dies in der Regel zu Unlust, Demotivation, Orientierungslosigkeit, Energielosigkeit bis zu inneren Kündigung, Burn Out oder Krankheiten.

Was die Einzelperson als „sinnvoll“ erachtet und was die Motive sind, von denen sich jemand leiten lässt, ist von aussen kaum wahrnehmbar und beeinflussbar. Die Motive sind so vielfältig wie der Mensch selbst. Beispiele: etwas für sich tun, für andere tun, bestimmte Tätigkeiten tun, bestimmte Materialien verwenden, bestimmte Werkzeuge verwenden, für bestimmte Werte oder Grundhaltungen kämpfen, sich für Ziel-/ Zukunftsvorstelllungen und Visionen einsetzen, etwas entdecken, bewegen, beeinflussen, verändern, gestalten, verwirklichen, bewirken.

Die meisten Personen, die ihre persönliche Mission finden, versuchen diese zuerst einmal im eigenen Unternehmen einzusetzen. Die Person ist dann dauerhaft „motiviert“, weil sie ein Motiv in sich trägt, für das sie lebt und arbeitet. Für Führungskräfte ergibt sich dann eine ganz neue Herausforderung: Sie brauchen dann auch nicht mehr zu motivieren, aber es ist gut, eine ungefähre Ahnung von der jeweiligen Mission der Mitarbeiter zu haben und diesen Mitarbeitern/Führungskräften dann Raum für deren Entfaltung einzuräumen.

Die Mission des Einzelnen und die Unternehmensvision

Mission Statements von Unternehmen, die beim Einzelnen Resonanz auslösen, spiegeln sich immer auch in der jeweiligen Mission oder Identität des Lesers oder Hörers. Je mehr sich die Zielgruppe mit der eigenen Mission und Identität im Mission Statement des Unternehmens wiedersieht, desto stärker die Wirkung dieses Mission Statements. Daher ist das Mission Statement z.B. einer Abteilung dann besonders wirkungsvoll, wenn man eine Formulierung findet, in der jeder der Beteiligten sowohl sagen kann „das ist meine Mission“ als auch „das ist unsere Mission“.***

Überraschenderweise gibt man sich im Unternehmensumfeld oft mit geringerer Qualität zufrieden als „das ist meine Mission“, „das ist meine Vision“, „das sind meine Werte“, „daran glaube ich“. Statt sich nur mit der Qualität der Gleichstellung von „das ist meine/das ist unsere“ zufrieden zu stellen, gelten oftmals Missionen, Visionen oder Werte als erfolgreich eingeführt, wenn die Mitarbeiter sagen „ich finde sie gut“, „ich weiß, wo sie stehen“, „ich unterstütze sie“ oder „ich kann mich damit identifizieren“. Für die Motivation (Motiv-ation) eines jeden Einzelnen wäre es viel motivierender, Mission Statements so zu generieren, dass der Einzelne den Stempel auf das Statement setzt „das ist meins“ und stolz verkündet „das ist meine Mission“. Dazu sind bestimmte dialogische, identitätsbildende Verfahren notwendig.

Identitätsentwicklung von innen statt von aussen

Identitätsentwicklung passiert von alleine. Aber man kann sie auch beschleunigend beeinflussen. Da wir einen hohen Respekt vor Identitätsentwicklung haben und die Konsequenzen der eigenen Entwicklung verantwortlich beim Kunden lassen wollen, organisieren wir zwar methodische Räume in denen der Klient seine persönliche „Identiätsentwicklung“ vorantreibt, aber wir greifen inhaltlich nicht mit ein. Das gelingt uns sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Teams. Bei Teams kommt zusätzlich zur Identiätsentwicklung der Einzelperson das Ziel dazu, eine gemeinsame Identität zu entwickeln. Eine gemeinsame Mission herauszubilden ist dabei ein Aspekt der Identitätsentwicklung (von insgesamt acht). Damit es Teams gelingt eine gemeinsame Mission zu generieren, von der alle Teammitglieder überzeugend sagen „meine Mission“ als auch „unsere Mission“, haben wir besondere Methoden entwickelt, die die Kommunikation der Teammitglieder als auch deren Aufmerksamkeit besonders kanalisieren. Gleichzeitig hilft uns dabei die Methode „Clean Language & Symbolic Modelling“ ****, uns inhaltlich und beratend raushalten zu können und trotzdem alle Beteiligten zielführend unterstützen zu können. Weitere systemische Methoden leiten die Interaktion und die Grundhaltung des moderierenden Begleiters des Prozesses.

Am Ende entsteht ein Mission Statement, bei dem jeder der Beteiligten sagt „das ist meine Mission“ und gleichzeitig das Team sagt „das ist unsere Mission“. Mit stolz geschwellter Brust und der energetischen Resonanz der Aussage beginnt dann jeder Einzelne – und das Team – die Mission umzusetzen.

Von der Geburt der Mission und ihrer Wirkung

Wo auch immer die Mission herkommen mag – sie will raus, sie will gelebt werden, sie will in die Welt. Dieser Geburtsvorgang ist fast wie ein Geburtsvorgang einer natürlichen Geburt: Erst ein „ja“ zur Schwangerschaft, dann ein inneres Wachsen, dann ein paar Geburtswehen, dann ein „ja“ zur Geburt, dann der Geburtsvorgang und am Ende ein „ja“ zur geborenen persönlichen Mission oder eigenen Berufung.

Das es nicht immer leicht ist der Mission den entsprechenden Raum zu geben, versteht sich von selbst. Aber es ist motivierend, bringt Energie und macht glücklich. Man ist von innen her „erfolgreich“ und oftmals auch von aussen, denn wer seine persönliche Mission kennt und diese auf die Straße bringt, wird Unglaubliches leisten.

Eine gut formulierte Mission ist die Mutter von Visionen, die verwirklicht werden wollen. Eine qualitativ hochwertig, auf den Punkt gebrachte Mission ist gleichzeitig auch der Motor zur Verwirklichung der Visionen.

Wer eine persönliche Mission hat, dem sieht man dies an. Wie schön ist es, mit Menschen zu arbeiten, die eine derart stimmige Ausstrahlung haben, die ihre Mission kennen und die mit Energie und innerer Klarheit ihre Visionen verfolgen…

 

Anmerkungen und Ergänzungen:

* Wir haben zusammen mit der GfK mit Hilfe unserer Moderationsmethoden und dem Know How der GfK ein Workshopverfahren entwickelt, in dem der Kunde zusammen mit Fachvertretern seiner Organisation, Markenfachleuten der GfK und uns den sog. Markenkern auf Zielgruppen abgestimmt innerhalb kurzer Zeit entwickelt.

** Aussagen von Klienten im Moment, in dem sie ihre persönliche Mission entdeckten:

  •  „Ich habe den Punkt gefunden, warum ich etwas mache“.
  • „Jetzt weiß ich, warum ich mich ein Leben lang abgerackert habe.“
  • „Nun macht nachträglich alles Sinn, was ich bisher gemacht habe.“

*** Im Corporate Identity Development Process – CIDP sind Verfahren und Methoden verwoben, die extra dafür generiert sind, Teams und Abteilungen dabei zu unterstützen, einen Konsens zwischen Meinungen der Teammitglieder herzustellen. Ein Verfahren davon ist der sog. „Transformationsprozess“ bei dem aus unterschiedlichen, zunächst unvereinbaren Aussagen (z.B. Tisch, Stuhl, Auto) durch Transformation eine neue Form hergestellt wird (hier z.B. ein Caravan), bei dem sich alle Beteiligten wiederfinden können.

**** Zum Thema Clean Language und Symbilic Modelling siehe

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Bildquelle:

Bildrechte sind bei Pixabay.de Free-Photos

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Autor:

Partner für Personalentwicklung
Hans-Peter Wellke

  • Motivationale, sinnstiftende Identitätsentwicklungsprozesse für Einzelpersonen und Teams (PIDP® und CIDP®www.PIDP.de
  • Personal- und Organisationsentwicklung für gestaltungsaktive Führungskräfte und deren Organisation
  • Lebenslange Begleitung von Gestaltern, Machern und Beeinflussern auf ihrem Karriereweg

Eizisried 4, 87477 Sulzberg
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