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Wie geht´s weiter? Wo geht´s hin?

By 23. Juli 2019News

Orientierung geben in der heutigen Zeit.

Unternehmen in unsicheren Zeiten geben keine Antworten.

„Ich weiß aktuell nicht, wohin ich meine Mitarbeiter und Führungskräfte hin entwickeln soll: Wir strukturieren uns laufend um. Die wirtschaftliche Situation ist unsicher. Die strategischen Entscheidungen des Top Managements sind uns aktuell nicht transparent“, reflektierte einer meiner Kunden als Regionalleiter stirnrunzelnd.

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind gefragt

Das intuitive Vorherspüren der Zukunft, sendet aktuell wechselnde Signale. „Das einzige was sicher ist, ist dass sich die Wirtschaft in schnelleren Zyklen schneller ändert und wir uns laufend schneller werden anpassen müssen“, resümierte mein Kollege Andreas Höld im gemeinsamen Fachgespräch im blühenden Garten mit Blick auf das Illertal.

Wir haben Verantwortung, Orientierung zu geben

Wir Führungskräfte haben unter anderem die Verantwortung, Orientierung zu geben. Aber was, wenn wir sie nicht geben können? Was ist, wenn die Antwort lautet „unsichere Zeiten“?

Systemisches Denken und die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel schaffen Unsicherheit

Wenn die Welt sich dreht und verändert, wenn aus jeder Ecke andere Rufe schallen: ´Schneller, digitaler, wirtschaftlicher, vorausschauender, angepasster, flexibler!´,  wenn Sinngebung nicht mehr aus dem Produkt, der Unternehmung, der Technologie kommen kann? Was ist dann?

Was ist, wenn heute die eine Gruppe die Finger hebt „Diesel ist schlecht“, dann die andere entgegnet „Alle Verbrennungsmotoren verteilen Feinstaub“, dann die nächste „Batterien sind ganzheitlich betrachtet kein Mehrwert für die Umwelt“ und die vierten Fingerhebeapostel argumentieren „Egal, welches Fahrzeug man benutzt, das Schlimmste ist die Abnutzung der Reifen“? Was ist der richtige Weg?

Was ist wenn die eine Studie sagt „Selbstfahrende Autos werden die Zahl der Autos verringern“ und eine andere „die Zahl der Autos wird sich erhöhen, die Anzahl der gefahrenen km auch – weil wir das Fahren genießen werden und wir Tätigkeiten vom Schreibtisch oder von der Freizeit ins Auto verlagern werden“? Was bedeutet das dann für uns jetzt und heute?

Monokausalität hat schon längst keinen Platz mehr in komplexen vernetzten Welten. Komplexen Systemen ist mit systemischen Lösungen zu begegnen. Wir werden immer geübter in systemischen Betrachtungsweisen und im Denken in komplexen Zusammenhängen. Einfache Antworten gibt es nicht mehr. Dass schafft Orientierungslosigkeit.

Perspektivenwechsel sind wichtig und notwendig, geben am Ende keine stabile Orientierung

Immer mehr Menschen haben die Fähigkeit, Metaebenen zu betrachten und Perspektivenwechsel einzunehmen. Dadurch wird unser Denken größer, reifer und verantwortlicher. Wir ermöglichen uns dadurch Umdenken, Richtungsänderungen und Neuorientierungen. Aber es eröffnet uns auch die Möglichkeit, ´das´ stabile System und die gewonnene Orientierung immer wieder neu aus den Angeln zu heben. Dann gibt es keinen festen Punkt mehr, der Orientierung geben könnte. Wir heben täglich neu die Welt aus den Angeln.

Am Ende der ganzen Veränderungsdynamik in unserem Umfeld haben wir nur noch einen festen Punkt: uns selbst in uns selbst.

Wer bin ich? Was will ich? Was treibt mich an?

Auch wenn die Sehnsucht groß ist: Kein anderer kann mir mehr das „Why“ beantworten. Niemand kann mir Orientierung geben und mir das „Warum“ von außen einflüstern. Mein persönlicher Sinn, mein persönlicher Sinn des Lebens, meine persönliche Mission, mein innerer Auftrag – alle sind in mir. Alle Antworten liegen nur noch in mir.

Gute Nachrichten

Wenn ich als Führungskraft Orientierung geben will, dann darf ich es mir ab sofort leicht machen. Es besteht kein Grund und kein Druck mehr, dass ich meinen Mitarbeitern „Purpose“ geben muss. Wenn ich schon keine Orientierung mehr geben kann in einer systemischen und komplexen welt, so bleibt es mein Job als Führungskraft Orientierung zu ermöglichen: Meine Mitarbeiter müssen ihre Antwort in sich finden können und dürfen.

Meine Aufgabe als Führungskraft ist es, sie auf ihrem Weg zu unterstützen und zu begleiten.

Ja, das geht mit dem PIDP® als methodisches Instrument und Angebot. Es erleichtert den ersten Schritt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass ich mich als Führungskraft auf den Weg mache, bei mir – und bei meinen Mitarbeitern genau hinzuhören. Genau zu suchen, zu begleiten, aufmerksam zu sein. Die Antwort auf das ´warum´  liegt in uns und die Begründung der Motive, der persönlichen Motivation ebensfalls. Jeder Mensch trägt die Antwort nach dem ´warum mache ich das´und ´was treibt mich an´ in sich. Wir Führungskräfte, wenn wir echte Leader werden wollen, benötigen die Fähigkeit, in uns und in anderen genau diese Motive und die Antwort auf das ´warum´ zu hören und wahrzunehmen.

Wenn ich in heutigen Zeiten als Führungskraft Orientierung gebe, dann ermögliche ich, dass meine Mitarbeiter ihre Antwort und das Zentrum ihrer selbst in sich finden. Dann werden diese ein hoch motivierter Fels in der Brandung werden und in sich verändernden Welten selbst die Antworten finden, die sie brauchen.

Große Verantwortung

Das ist der erste Schritt zur aktiven und sinnerfüllten Lebensgestaltung. Meinen Lebensweg kann ich aktiv steuern, wenn ich meine eigene Sytstematik entwickelt habe, wie ich das ´warum´ zu beeinflussen vermag. Jeder muss nicht nur seinen Antrieb kennen und seine Ziele, sondern auch einen Weg dorthin finden und gestalten.

Ich als Führungskraft habe die Verantwortung, die Gestaltung meines Lebenswegs zu finden, zu bahnen und zu gestalten.. Das geht am leichtesten, wenn ich nicht nur meine sondern auch die grundsätzlichen Mechanismen kenne, wenn ich weiß, wie das Gefüge aus Vision, Mission, Grundhaltungen, Glaubenssätzen, Werten, Identität, Vorbehalten & Ängsten, Fähigkeiten & Fertigkeiten, Verhalten, Umwelt, Mitwelt und Rahmenbedingungen zusammenwirkt und wie ich es zusammenfügen und nutzen kann. Wenn ich das kann, kann ich auch meine Mitarbeiter führen durch das Gestrüpp, durch Täler, durch Pfade der Orientierungslosigkeit.

Und ich habe die Verantwortung, Menschen auf ihrem Lebensweg zu unterstützen – nicht uneingeschränkt, nicht ohne Zustimmung. Aber wenn ich Mitarbeiter halten und motiviert halten möchte, dann benötige ich Mitarbeiter, die ihre Motive ihrer Handlung kennen und ihr Leben im Dialog mit der Unternehmung aktiv gestalten.

Ich habe Verantwortung, Orientierung zu geben. Aber nicht als Kompass – die Zeiten sind vorbei – aber als aufmerksamer Begleiter, als Zuhörer, als Erinnerer, als Spiegel, als Mentor und Coach. So kann ich andere bei Veränderungen und der Lebensgestaltung unterstützen. Ohne die Antworten auf alle Fragen zu wissen, gebe ich so Orientierung in der aktuellen Zeit.

Quellenangaben

  • „Presencing the emerging future“ ist eine Methode, die Claus Otto Scharmer entwickelt hat.
  • PIDP® ist eine eingetragene Marke von Hans-Peter Wellke. Seit 2003 ein Strategieworkshop im Einzelcoaching, mit dessen Hilfe man seinen persönlichen Sinn des Lebens findet und das persönliche Leben darauf aufbaut.
  • „Why“ ist eine Andeutung auf Simon SinekStart with why„.
  • Bildquellen: Titelbild U-Bahn ist von Pixabay by Rush4
  • Bild „Fels in der Brandung“ ist von Pixabay by mr_m
  • Bild „denkende Frau“ ist von Pixabay by Free Photos
  • Bild „Horizont“ ist von Pixabay by Free Photos
  • Bld „Kompass“ ist von Pixabay by Pexels

Blogautor

Hans-Peter Wellke

https://www.SourceOfPerformance.de
Tel. 08376-921744

https://sourceofperformance.de/wie-gehts-weiter-wo-gehts-hin/

 

 

 

 

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