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Sinn des Lebens

Den Sinn des Lebens finden

Menschen wollen etwas Sinnvolles tun: sinnvoll leben, Sinn empfinden im täglichen Tun und Handeln. Sie wollen einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen und sind auf der Suche nach dem Sinn in ihrem Leben. Aber wo suchen? Und wo finden?

Früher war es eigentlich ganz einfach: man fand den Sinn des Lebens dort wo man lebte. Der Sohn trat in die Fußstapfen des Vaters, die Tochter eiferte dem Beruf und dem Leben der Mutter nach. Regungen etwas anderes werden zu wollen, wurden früh im Keim erstickt. „Schuster, bleib bei Deinen Leisten“. Man war verwurzelt mit der Scholle und der Mission der Vorfahren. Man wurde in die Kaste geboren, ohne eine Chance auf Aufstieg. Jeder der den Kopf zu weit herausstreckte und nach dem Sinn fragte, wurde innerhalb seines religiösen Glaubens verwiesen, die Dinge anzunehmen wie sie sind. Man empfand es als den Sinn des Lebens, den Alltag und die Anforderungen des Alltags zu bewältigen. Es war der Auftrag den jeder hatte die Dinge zu tun, die zu tun waren; die Krisen zu bewältigen, die einem auferlegt wurden und die Hürden zu nehmen, die einem im Weg lagen. Oder einfach nur anzunehmen und sich zufrieden zu geben, mit dem was man hat und was man ist.

Heute dürfen wir aus dem was da ist mehr machen. Wir dürfen nach Entfaltung und Erfüllung streben und uns verändern. Wir dürfen uns entwickeln und weiterentwickeln. Wir dürfen unser Umfeld gestalten und unsere Umgebung ändern. Mit allen Vorteilen und auch mit den Nachteilen der äußeren „Entwurzelung“. Wir können und dürfen uns wehren gegen die scheinbaren Vorgaben durch Elternhäuser, Gemeinden, Bildungsschichten, Berufsgruppen, Hierarchien und Kastendenken. Dennoch hören wir um uns herum immer wieder ein „bleib wie Du bist“ und auch die innere Stimme unserer Vorfahren sagt uns „nimm an, was da ist und akzeptiere“.

Wir wollen den Sinn des Lebens bestimmen und können es

„Ich will aber nicht“ – so regt sich das innere Kind in uns. „Ich will das tun, was ich gut kann“, „Ich will das tun, was mir liegt“, „Ich will das tun, was mir Spaß macht“. „Ich will etwas Sinnvolles tun“.

Wir haben heute die Möglichkeiten und den Wunsch, unserem Herzen zuzuhören und das Leben zu gestalten, das uns glücklich macht, das uns erfüllt, das uns befriedigt und das wir als sinnvoll erachten. Die Bildungssysteme sind zumindest theoretisch offen geworden. Menschen werden durch die Bildungsangebote unterstützt, von einer Bildungsschicht in die nächste zu kommen. Wir haben keine Lust mehr ein Leben zu führen, durch das wir uns quälen müssen. Wir wollen unsere Energie und unsere Kraft spüren und aus dem Leben holen und wieder ins Leben geben.

Natürlich gibt es auch Grenzen. Nicht jeder wird vom Tellerwäscher zum Millionär und nicht alles, was wir gerne ändern wollen, ist faktisch änderbar. Aber oft können wir mehr beeinflussen als wir selbst vermuten oder zu wissen glauben. Ein Theologe fasst das Dilemma derart zusammen „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. (Quelle wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, vermutlich 18. Jhdt., in der Literatur als „das Gelassenheitsgebet“ zitiert.*)“ Also ändern wir die Dinge, die wir ändern können und gestalten uns, jeder für sich, sein sinnvolles Leben.

Was ist der Sinn des Lebens? Wer sagt uns, was der Sinn des Lebens ist?

Aber was ist sinnvoll? Und wer bestimmt was sinnvoll ist? Man sucht sich zunächst außen Orientierung. Was sagen die Freunde? Was sagen Berufsgruppen die mich ansprechen? Was sagt die Presse, die Literatur?

Ist es sinnvoll, für die Gesellschaft etwas zu tun? Oder für den Menschen an sich? Für die Natur, die Tiere, die Pflanzen, die Umwelt, oder die Zukunft allgemein? Die Antworten sind zu vielfältig, die Möglichkeiten zu gewaltig um dort eine sinnvolle Antwort zu erhalten.

Vielleicht ist es die Haltbarkeit, die Nachhaltigkeit? – „Ich möchte etwas tun, das bleibt“, „Ich möchte etwas tun, dass auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt“, „Ich möchte etwas tun, was man anfassen und sehen kann.“

„Alles Materielle ist vergänglich“ meinen die anderen, „Was bleibt ist die Liebe (Psalmen)“. „Ich möchte etwas tun, was den Menschen gut tut.“ – Also ist Nichtmaterielles doch auch bleibend?

Andere wiederum sehen den Arbeitsprozess an sich als sinnvoll an: „Ich möchte etwas mit meinen Händen erschaffen“, „Ich möchte etwas entwickeln, gestalten, verändern“.

Oder ist es sinnvoll, wenn ich meine Talente einsetze, die mir gegeben scheinen: „Ich möchte etwas tun, was ich gut kann“, „Ich möchte meine Fähigkeiten einsetzen können“.

Einige Kunden von mir sagen „Ich will Erster sein“, oder „Ich will der Beste sein“. Extrem formuliert: „Entweder Erster oder gar nicht“, was auch einige Konzerne mit ihrer Produktstrategie als wesentliches Entscheidungsmerkmal für Produkteinführungen definieren. Ist mein Leben nur sinnvoll, wenn ich „Erster“ bin? Führen dann all die anderen die Zweiter oder Zehnter sind kein sinnvolles Leben? Auch hier gilt: Was sinnvoll ist, was man als sinnvoll erachtet und was nicht, bestimmt jeder für sich selbst.

Was ist ein sinnvolles Leben?

Was ein sinnvolles Leben ist, können nur wir selbst beantworten. Unser Herz muss „ja“ sagen, es muss positive Energie fließen, Wärme spürbar sein, ein inneres Leuchten, Freude erkennbar sein, ein Lachen oder Lächeln im Gesicht oder gar Strahlen in den Augen sichtbar sein. Wir selbst und unser Körper gibt diese Resonanz und die Antwort auf die Frage, was denn ein sinnolles Leben sei.

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Menschen, die auf der Suche sind, suchen oft nach „innerer Klarheit“, ihrem „inneren Auftrag“, nach dem „inneren Kern“, ihrer persönlichen Berufung, nach „im Fluss sein“, „innere Freude“, „inneres Leuchten“, nach der immerwährenden inneren Energiequelle. Wenn sie die Antwort gefunden haben, dann davon, dass sie „im Lot sind“, „entspannt sind“, „voller Energie sind“, dass etwas in ihnen pulsiert, das sie „mit Freude und Energie“ etwas umsetzen wollen.

Den Sinn des Lebens gibt es nicht

Den Sinn des Lebens gibt es nicht. Es gibt nur einen persönlichen Sinn. Die Sinnfrage kann nur jeder für sich selbst beantworten. Wer den Sinn des Lebens gefunden hat, der geht seinen Weg, der macht sein Ding, der hat innere Klarheit, ein inneres Licht, merkt eine innere Erleuchtung (möglicherweise auch im religiösen Sinne, ist aber hier im wörtlichen Sinne gemeint).

Der Sinn des Lebens als Teile zum Ganzen

Ein Teil dieses „Sinn des Lebens“ ist die innere Mission, der innere persönliche Auftrag, die Klarheit darüber, was einen antreibt und vorwärts treibt im Leben. Die persönliche Mission erklärt einen Teil des „warum mache ich das eigentlich?“.

Ein zweiter wichtiger Teil ist die Vorstellung über die Zukunft, die man sich verwirklichen möchte. Auch diese braucht Klarheit, Vollständigkeit, Ausbalanciertheit. Auch Sie beantwortet einen Teil des „wozu mache ich das eigentlich“. Sie gibt die Richtung vor, die ich gehen will. Meine Vorstellung von der Zukunft, die ich mir verwirklchen möchte, braucht meine innere Klarheit.

Der „Sinn meines Lebens“ etabliert sich auch in meiner Identität, „wer bin ich“, „will ich der sein und werden“. In einem Roman steht, wie nebenbei zitiert: „Mit 50 sieht man so aus, wie man es verdient hat.** “ Aber das ist nicht unveränderlich. Die Spuren meines Lebens nehme ich mit, aber ich habe jederzeit die Möglichkeit, ausgetretene Pfade zu verlassen, Weichen zu sehen und zu stellen, mein Leben proaktiv zu gestalten, damit ich Sinn in mein Leben bringe und der werde und bin, der ich sein will.

„Sinn des Lebens“ etabliert sich auch in meinen Grundhaltungen, Grundeinstellungen und Glaubenssätzen. „Ich glaube daran, dass … und deswegen lebe ich so“.

Viele Menschen holen sich den Sinn Werten und egal was sie tun, empfinden sie es als sinnvoll, wenn ihre Handlungen und ihr Verhalten ihrer Wertepyramide entsprechen.

Die Antworten auf die Frage „was ist sinnvoll im Leben“ holen sich einige aus der Antwort auf die Fragen „Was kann ich?“, „Welche Fähigkeiten habe ich?“, „Was kann ich gut?“. Der Nachteil an der Fragestellung ist, dass Fähigkeiten auch durch Übung und Anwendung erst entstehen. Woher kann ich wissen, dass ich etwas nicht kann, ohne es ausprobiert, trainiert, perfektioniert  habe? „Welche Fähigkeiten will ich mir entwickeln und diese anwenden?“, so könnte die erweiterte sinnvolle Fragestellung lauten.

Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens

Den Sinn des Lebens kann also nur jeder für sich selbst beantworten. Die Antwort kommt vom eigenen Körper, den eigenen Gefühlen, den inneren Bildern und Vorstellungen, dem eigenen inneren Dialog, einer inneren Stimme.

Wer diese Antwort haben möchte, dessen Aufgabe ist es, hinzuhören, hinzuschauen, hinzuspüren.

Unsere Rolle bei der Suche nach dem persönlichen Sinn des Lebens

Als Begleiter von Einzelpersonen durch den Personal Identity Development Process (PIDP®) hören wir mit hin, schauen wir mit hin und versuchen mit hinzuspüren, damit der Klient seine (ihre) persönliche Mission findet, seine (ihre) Vision klärt, seine (ihre) persönliche Identität entwickelt, seine (ihre) zielführenden Glaubenssätze identifiziert, seine (ihre) ihn (sie) unterstützenden Werte fokussiert, seine (ihre) für sein (ihr)sinnvolles Leben notwendigen Fähigkeiten entdeckt und deren Weiterentwicklung vorbereitet.

Als Begleiter von Teams durch deren Corporate Identity Development Process (CIDP®) unterstützen wir Teams dabei, gegenseitig zuzuhören, hinzuschauen und hinzuspüren. Wir unsterstützen das Team, gegenseitig zu entdecken, für welches aus ihrer Sicht sinnvolle Leben sich das Team (die Abteilung, die Organisation, das Unternehmen) einsetzen möchte, es gestalten und es verwirklichen möchte, welches auch die (internen/externen) Kunden gerne honorieren wollen und werden.

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Literatur: Siehe auch unsere Artikel:

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Quellenangaben:

* „Das Gelassenheitsgebet“ (Württembergische Landesbibliothek Stuttgart):
http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/handschriften/bestand/nachlaesse-und-autographen/oetinger-archiv/gelassenheitsgebet/
** frei zitiert nach: Zafón, Carlos Ruiz: Das Spiel des Engels; Fischer Taschenbuch Verlag; 2011.

Bildquelle „Titelbild“ John Raetz / pixelio.de

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Autor:

Partner für Personalentwicklung Hans-Peter Wellke

  • Motivationale, sinnstiftende Identitätsentwicklungsprozesse für Einzelpersonen und Teams (PIDP® und CIDP®) www.PIDP.de und www.CIDP.eu
  • Personal- und Organisationsentwicklung für gestaltungsaktive Führungskräfte und deren Organisation www.partner-PE.de
  • Lebenslange Begleitung von Gestaltern, Machern und Beeinflussern auf ihrem Karriereweg www.partner-PE.de

Eizisried 4, 87477 Sulzberg Tel. 08376 – 92 17 44, Fax 08376 – 92 17 45, www.SourceOfPerformance.de, wellke@partner-PE.de, www.partner-PE.de

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